• Oxidativer Stress ist verantwortlich für Zellschäden und Alterung

Oxidativer Stress macht alt

Oxidativer Stress ist eine zentrale Ursache für unsere Alterung (8212789). Er wird ausgelöst durch reaktionsfreudige Moleküle, die sogenannten freien Radikale, die ein ganz normales Nebenprodukt unserer Stoffwechselprozesse sind. Diese Stoffwechselprozesse laufen fortwährend ab, allerdings mit erhöhter Intensität bei körperlichen und geistigen Belastungen oder der Nahrungsverwertung.

Wie wirken Radikale ?

Zu den besonders gefährlichen Radikalen gehören die sogenannten Hydroxyl-Radikale. Sie sind sogar in der Lage die DNA unserer Zellen zu zerstören, indem sie Bausteine aus dem DNA-Strang herausreißen. Das Hydroxyl-Radikal sucht sich insbesondere ungesättigte Fette, wie sie in den Wänden (Membranen) unserer Zellen vorkommen. Diese Schäden führen unter anderem dazu, daß unsere Zellkraftwerke die Mitochondrien nicht mehr effizient arbeiten können. Im Gegenteil: Statt Energie produzieren Sie mit zunehmender Schädigung selbst mehr Superoxid-Radikale. Verschlimmernd kommt hinzu dass die oxidierten Fette der Zellmembranen sich nun selbst wie Radikale verhalten. Wenn die oxidierten Fette aus den Zellen ausgespült werden können sie in der Blutbahn und anderen Körperbereichen neue Radikalbildungen verursachen: Oxidativer Stress kann also eine ganze Kettenreaktion in Gang setzen.

Oxidativer Stress: Unser natürliches Schutzsystem

Oxidativer Stress wird im menschlichen Körper durch ein ausgefeiltes Schutzsystem bekämpft. Dafür befinden sich in unseren Zellen aufeinander abgestimmte Substanzen, die die Radikale neutralisieren, bevor diese ihre zerstörerische Wirkung entfalten können. Dieses System funktioniert sehr erfolgreich solange wir jung und gesund sind.

Wir können unsere natürliche Radikalabwehr mit ungewohnten oder sprunghaften Belastungen überfordern. Außerdem nimmt die Anpassungsfähigkeit unseres Schutzsystems gegen oxidativen Stress mit dem Alter ab.

Enzyme gegen Oxidativen Stress

Zur Verteidigung gegen Radikale bedienen sich die Zellen unseres Körpers zunächst spezieller Enzyme, die sie selbst herstellen und bei Bedarf dazu verwenden Radikale unschädlich zu machen.

  • Superoxid-Radikal – Gegenspieler: Superoxid-Dismutase-Enzym (SOD), Katalase
  • Hydroxyl-Radikale – Gegenspieler: Glutathion-Peroxidase (GPOX) unterstützt durch Glutathion und Selen

Antioxidantien gegen Oxidativen Stress

Zusätzlich zu den selbst hergestellten Enzymen zur Radikalabwehr, nutzt unser Körper Substanzen, die er über die Nahrung aufnimmt. Diese antioxidativ wirkenden Substanzen werden Antioxidantien genannt.

Als besonders wirkungsvolle Antioxidantien gelten die Tocopherole. Sie können die oben beschriebene durch Radikale verursachte Kettenreaktion unterbrechen. Zu den Tocopherolen gehört eine ganze Gruppe von Substanzen, die als Vitamin E zusammengefasst werden. Es gibt noch eine Reihe weiterer Antioxidantien, die wir in der Antioxidantien-Liste zusammengefasst haben.

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